Krandaten

Kräne für schwierige Gelände (RT-Kräne)

Kräne für schwierige Gelände gibt es seit 30 Jahren. Sie sind auch als "RT" Kräne oder "Gelände"-Kräne bekannt. Ein RT-Kran hat typischerweise einen hydraulischen Auslegearm, vier Reifen, zwei Achsen und zeichnet sich durch einen Vierradantrieb und eine Allradlenkung aus, die die Manövrierfähigkeit für den Geländebetrieb erhöhen. Zu den häufigen Anwendungsbereichen des RT Krans gehören Einsatzorte im Gelände mit knappen Freiräumen wie beispielsweise auf petrochemischen Anlagen zur Wartung oder Abschaltung von Raffinerien. Die Kapazitäten eines RT-Krans reichen von 30 bis 130 Tonnen. RT Kräne verfügen über Auslegerlängen zwischen 80 bis 140 Fuß (ca. 24 - 42 m). In der letzten Zeit haben die Kunden die Vorteile des höchst mobilen RT Krans kennen gelernt und höhere Kapazitäten vom Kran gefordert. Die Nachfrage nach RT 780, RT 1000 und dem neuen RT 1120 ist sprunghaft angestiegen. Größere RT Kräne haben mittlerweile den kleinen Raupenkran als Geländekran der Wahl ersetzt.

Raupenkräne

Raupenkräne, auch als Raupenkräne mit Gitterausleger bezeichnet, gehören zur größten Art der Kräne. Aufgrund ihrer Größe müssen die Gitterraupenkräne an den Einsatzort transportiert und vor Ort montiert werden. Im Allgemeinen sind sie über einen längeren Zeitraum im Betrieb. Die Kapazität der panzerähnlichen Raupenkräne reicht von 40 bis 2.000 Tonnen und sie können eine Höhe von bis zu 700 Fuß (ca. 213 m) erreichen und haben einen Radius von 500 Fuß (ca. 152 m). Die meisten Hersteller bieten multifunktionale Erweiterungsauslegersysteme an, die den Hubbereich und die Manövrierfähigkeit erhöhen. Aufgrund der niedrigen Transporthöhe auf dem Fahrgestell des Raupenkrans können die Kräne auch auf sehr unwegsamem Gelände betrieben werden, was sie für schlüsselfertige Projekte ideal macht.

Hydraulische Fahrzeugkräne

Hydraulische Fahrzeugkräne oder HTC- (Hydraulic Truck Crane) Kräne sind bei kurzzeitigen Einsätzen oder für den Einsatz bei Innen- und Außenarbeiten sehr beliebt. HTCs sind für Straßen zugelassen und können mit einer Ein Mann- oder Zwei Mann-Besatzung betrieben werden, wodurch sie einfach zu transportieren sind. Mit einer Straßenzugänglichkeit und zwei leichten Achsen sowie acht Radaufhängungen können die HTCs an fast allen Einsatzorten eingesetzt werden. Die Kapazität der hydraulischen Fahrzeuge reicht von 30 bis 600 Tonnen, und die Kräne zeichnen sich durch einen hydraulischen Ausleger aus, der eine Länge von bis zu 200 Fuß (ca. 61 m) erreichen kann.


Turmdrehkräne

Turmdrehkräne sind unbeweglich und sind die größten unter den stehenden Kränen. Turmdrehkräne werden vor allem für den Bau von Hochhäusern eingesetzt und sind über einen langen Zeitraum in Betrieb. Diese Kräne werden an den Einsatzort transportiert und müssen dann mithilfe eines mobilen Krans montiert werden. Der größte Vorteil eines Turmdrehkrans ist, dass er auf beengten Flächen betriebsfähig ist und einen großen Aufnahmeradius bietet. Häufig sind die Kräne mit einem benachbarten Gebäude verbunden, um den extremen Wirkungsbereich mit Höhen von über 600 Fuß (ca. 183 m) abzustützen. Turmkräne gibt es in vielen Ausführungen, wie z.B. als Hammerkopf-, Flachkopf-, selbstaufrichtende oder Wippkonfigurationen, und sie verfügen über eine Leistungsfähigkeit von 100 bis 800 metrischen Tonnen.

Geländekräne (AT-Kräne)

Geländekräne gehören zu den längsten und mobilsten Kränen, die es gibt. Die Allradantriebaufhängung, auch als "Crabbing" bekannt, verleiht dem Kran eine ausgezeichnete Mobilität am Einsatzort. Mit ihren mobilen Fahrgestellen und hydraulischen Auslegern können diese Kräne entsprechend den Anforderungen leicht an den Einsatzort angepasst werden. Die Hubkapazität der Geländekräne kann 40 bis 1.000 Tonnen betragen und Höhen von bis zu 500 Fuß (152 m) erreichen. Seine Rundum-Flexibilität macht diesen Kran ideal für Standorte, an denen vielfältige Einsatzmöglichkeiten gefordert sind.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

  • Ersatzhubwerk - Eine zusätzliche Hubeinheit, die im Allgemeinen dafür vorgesehen ist, leichtere Lasten bei einer höheren Geschwindigkeit zu befördern als sie für die Haupthubeinheit möglich ist.
  • Auslegerarm (Boom) - Der lange Arm, der hauptsächlich für das Heben zuständig ist.
  • Kabine - Der Raum für den Fahrer auf dem Kran.
  • Kapazität - Die maximale Nennlast (in Tonnen), für deren Beförderung ein Kran vorgesehen ist.
  • Handkette - Die Kette, die vom Fahrer für die Ausführung der zum Heben, Absenken oder für die Fahrbewegungen erforderlichen Kräfte betätigt wird.
  • Lastkette - Die lasttragende Kette an einem Hubwerk.
  • Ausgleichsgewichte - Mehrere Tonnen schwere Gewichte, die an der Rückseite der Kabine angebracht werden, um zu verhindern, dass der Kran während des Hebens kippt.
  • Ausleger (Jib) - Gitterstruktur, die den Auslegerarm (Boom) des Krans verlängert.
  • Lastmomentanzeiger - Anordnung von Lichtern, die sich in der Kabine knapp über der Augenhöhe des Fahrers befinden und die aufleuchten, sobald die Hebegrenzen des Krans erreicht sind.
  • Stützausleger (Outriggers) - Abstützvorrichtungen, die den Kran im Gleichgewicht halten.
  • Rotex-Getriebe - Großes Getriebe unterhalb der Kabine, das die Drehung des Auslegerarms ermöglicht.
  • Laufrolle - Ein Flaschenzug mit einer genuteten Felge, die das Drahtseil festhält, welches zum Hochziehen oder Schleppen benutzt wird.
  • Zwei-Getriebepumpe - Hydraulisches Pumpsystem, das zwei rotierende Getriebe einsetzt, um Öl mit Druck zu beaufschlagen.

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